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Herzlich Willkommen

COACHING/BERATUNG

Sie müssen oder wollen sich beruflich verändern oder neu orientieren bzw. wünschen sich neue Perspektiven.

Sie  streben eine Führungsposition an oder planen eine Führungsrolle zu übernehmen und wollen von Anfang an gut vorbereitet sein.

Sie brauchen kompetente Hilfe in kritischen oder/und konfliktreichen beruflichen Situationen.

Sie suchen eine Sparringspartnerin und Unterstützung für die Bewältigung herausfordernder beruflicher oder/und Lebenssituationen.

Sie treten auf der Stelle oder fühlen sich im Kreis- bzw. Hamsterrad. Sie wünschen sich Austausch, Begleitung und Inspiration bei der Selbstreflektion, neue Erkenntnisse und Denkansätze sowie eventuell Entscheidungshilfe.

ES WÜRDE MIR FREUDE MACHEN SIE IN DIESEM PROZESS ZU BEGLEITEN

Durch meine Expertise und beruflichen Erfahrungen bin ich spezialisiert auf

ressourcenorientierte, systemische, stärkende, biografiebasierte, d.h. die geamte Persönlichkeit und Lebenssituation in Blick nehmende sowie gendersensible Unterstützung und Begleitung 

  • bei der beruflichem  (Erst--, Neu- oder Um-)Orientierung
  • bei der Karriereplanung
  • bei drohender Arbeitslosigkeit
  • beim Wiedereinstieg nach der Familienphase
  • beim Wiedereinstieg nach einer Erkrankung
  • beim Übergang in die sog. "Dritte Lebensphase"
  • beim beruflichen (Neu-)Start
  • in beruflichen Konfliktsituationen

und auf

  • die Untertützung von Menschen in Führungspostionen
  • die Untrstützung von Frauen, die eine Führunngsposition anstreben
  • die Unterstützung bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen, zum Unternehmsprofil passenden, Führungsstrategie
  • die Untersttützung bei derEntwicklung einer neuen oder verändernden Unternehmenskultur 
  • die Unterstützung von Führungskräften, die Hilfe bei der Entwicklung eines wertschätzennden Führungsstils wünschen
  • die Unterstützung von Führungskräften, für die  wertschätzende und transparente Kommunikation ein wichtiges Führungsinstrument ist.

Mit meinem Angebot richte ich mich insbesondere an

  • junge Menschen, die sich beruflich erstmals orientieren und entscheiden müssen
  • Menschen, die mit ihrer beruflichen Situation unzufrieden sind und sich verändern wollen 
  • Frauen, die eine Führungspostion anstreben bzw. übernehmen
  • Personen, die eine Führungsrolle einnehmen möchten
  • Führungskräfte, die sich Support bei
    • der Planung der ersten 100 Tage 
    • bei Verädnerungsprzessen 
    • bei der Entwicklung einer erfolgversprechenden Unternehmensstrategie
    • bei der Entwicklung und Umsetzung einer wertschätzenden Unternehmenskultur
    • bei der Kommunikation auf Augenhöhe

wünschen

  • Menschen, die sich auf Grund von (drohender) Arbeitslosigkeit verändern müssen
  • Mütter oder Väter, die nach einer familiär bedingten Arbeitsunterbrechung wieder ins Arbeitsleben einsteigen 
  • Menschen, die sich auf Grund von gesundhgeitlichen Problemen beruflich neu orientieren müssen bzw. ihre Rückkehr ins Berufsleben planen
  • Menschen, die sich in ihrer beruflichen Tätigkeit nicht wertgeschätzt oder gar gemobbt fühlen
  • Menschen, die sexualsierte Belästigung oder/und Übergriffe am Arbeitsplatz erleben

 

BIOGRAFIE/IHRE LEBENSGESCHICHTE

Sie möchten für sich selbst ihre Lebensgeschichte festhalten oder Revue passieren lassen. Oder sie würden gerne ihren Kindern, Enkel*innen oder Urenkel*innen ihre Sicht auf ihr Leben hinterlassen, ihnen berichten, wie sie die Zeit und idie Welt, in der sie gelebt haben, selbst wahrgenommen haben. Sie möchten ihnen Lieben etwas von sich hinterlassen, wenn ihre Nachkommen erwachsen sind und sich fragen, woher sie kommen, welches ihre Wurzeln sind, 

Gerne stehe ich dabei an ihrer Seite. Meine Expertise als Biografin stelle ich ihnen dabei ganz nach ihren Wünschen zur Verfügung. 

 

 

Foto: Ulrike Rodenbüsch

Coaching und Beratung

Der passende Weg

DER PASSENDE WEG...

bei allen beruflichen Anlässen, wie

  • Wechsel-, Entwicklungs- oder Karriereentscheidungen
  • bei der Vorbereitung auf eine neue berufliche Aufgabe (Bewerbungsmanagement)
  • Vorbereitung und Start in eine Führungsaufgabe ("Die ersten 100 Tage")
  • beim Erkennen und Bewältigen herannahender Krisensituationen (Mobbing oder Burn-out)
  • uvm.

 bei Fragen der allgemeinen Zukunfts- und Lebensplanung, wie

  • bei der Rückkehr aus der Familienphase ins Berufsleben
  • der Verbindung von Familien-oder Pflegeaufgaben und Berufsarbeit
  • beim Übergang in einen neuen Lebensabschnitt, eine neue Lebensphase, wie z.B. vom Berufsleben in die sog. dritte Lebensphase
  • uvm.

EXKLUSIVANGEBOT FÜR FRAUEN!

Flyer

DER ROTE FADEN IN IHREM BERUFSLEBEN

Sie befinden sich an einem Wendepunkt in Ihrem Berufsleben

  • Sie wünschen sich professionelle Unterstützung bei Ihrem Bewerbungsmanagement
  • Sie befinden sich in einer (Neu-)Orientierungsphase
  • Sie wollen an Ihrer Aufstiegskompetenz arbeiten, weil Sie eine Führungsaufgabe anstreben
  • Sie starten oder befinden sich in einer Führungsposition und wollen an Ihrer Führungskompetenz arbeiten
  • Sie wissen nicht mehr wie Sie alle Aufgaben und alles was auf Sie einströmt, bewältigen können. Sie suchen nach einer Burn Out Prophylaxe 
  • Sie fühlen sich in Ihrem Arbeitsumfeld nicht (mehr) wohl. Vielleicht fühlen Sie sich sogar  Mobbing oder #metoo Verhalten ausgesetzt und fragen sich,  wie Sie Ihre Situation (wieder) verbessern können
  • Sie suchen nach dem für Sie besten Weg, die Vielfalt der Rollen, für die Sie sich verantwortlich fühlen, miteinander in Einklang zu bringen. Sie wollen sich mit Ihrer persönlichen Work-Life-Integration beschäftigen
  • Sie stehen vor der Gestaltung eines Übergangsprozesses (z.B.Einstieg ins Berufsleben nach dem Studium, Berufsrückkehr nach einer Familienphase, Ausscheiden aus dem Erwerbsleben in die nachberufliche Lebensphase …)
  • Sie brauchen einfach mal Zeit, inne zu halten, Bilanz zu ziehen, zu sehen wo Sie stehen, wie Sie dahin gekommen sind und sich klar zu werden, wie Sie sich Ihre Zukunft  vorstellen
  • oder Sie haben andere Themen bei denen Sie sich Austausch und Unterstützung wünschen.

Dafür biete ich Ihnen gerne meine ganzheitlich, auf Ihre Fragen und Bedarfe ausgerichtete Begleitung, in einem individuell mit Ihnen abgestimmten Setting an. 

BIOGRAFIEARBEIT UND BERUFLICHE ENTSCHEIDUNGEN

WIE KANN DAS (NEUE)GEWAND PASSEND GEMACHT WERDEN?

Sie verantworten

  • als Berater:in bzw. Coach die Beratung und Begleitung von beruflichen Veränderungs- und Karriereprozessen

  • als Beschäftigte im HR Bereich die Personalentwicklung

  • als Führungskräfte in Unternehmen, Verwaltung und Organisationen, die Führung Ihrer Mitarbeitenden

  • als Lehrer:innen oder Sozialarbeiter:innen die Berufsorientierung von Schüler:innen oder Auszubildenden

  • als hauptberufliche:r oder ehrenamtliche:r Unterstützer:in die Begleitung von Jugendlichen oder Erwachsenen in Phasen der beruflichen (Neu-)Orientierung oder Arbeitslosigkeit

    und Sie fragen sich, wie Sie Ihre Schüler:innen, Ihre Kund:innen,  die Mitarbeitenden oder Ihre Klient:innen in diesen Lebensphasen hilfreich und zielführend unterstützen können?

    Vielleicht kommen Sie dabei auch immer wieder an Ihre Grenzen? Sie suchen Antworten, wie Sie es noch besser und kompetenter schaffen, die Betroffenen so zu begleiten, dass sie diese Prozesse als Chance und nicht (in erster Linie) als Belastung oder gar als Scheitern erleben.

    Biografiearbeit kann hier einen wichtigen, produktiven Beitrag leisten. Sie kann Wege aufzeigen und ermöglichen, den Prozess der beruflichen Orientierung, Veränderung bzw. Weiterentwicklung als Bereicherung zu gestalten. Bografiearbeit  ist schon in ihrem konzeptionellen Grundgedanken wertschätzend und ressourcenorientiert. Mit ihren methodischen Möglichkeiten kann sie helfen, neue Optionen zu entwickeln, Ratsuchende zu stärken und zu ermutigen. Mit Biografiearbeit öffnen sich neue Türen zu den Stärken und Kompetenzen der Ratsuchenden.  Die familiären und familiengeschichtlichen Prägungen bieten durch Rückblick, einen Ausblick auf neue oder wiederentdeckte Potentiale. Mit Biografiearbeit  können neue Perspektiven identifiziert und Wege dahin entwickelt werden.

    Mit Biografiearbeit  kann der personenzentrierte Arbeitsansatz und Augenhöhe gelebt werden. Sie repräsentiert eine Haltung, die von einem Blick auf die Ressourcen und Stärken der Menschen und ihrem Umfeld ausgeht, und niemals von den Defiziten. Biografiearbeit bietet einen Zugang zur Selbstreflektion und Selbsterkenntnis.

    In dieser Fortbildung können Sie Biografiearbeit kennenlernen. Sie machen erste, ganz konkrete, eigene Erfahrungen und können so durch eigenes Erleben eine Impression bekommen, wie Biografiearbeit wirkt. Sie haben die Möglichkeit, sie ganz praktisch auszuprobieren, zu reflektieren und Ihr professionelles  Handlungs- und Methodenspektrum zu erweitern.

KARRIERECOACHING FÜR AKADEMIKER:INNEN MIT HIGH PROFILING

Logo Inqua

In Kooperation mit dem INQUA Institut für Coaching in Berlin biete ich seit 10 Jahren im Rhein-Main Gebiet und online bundesweit das zertifizierte INQUA Karriere-Coaching mit High Profiling® Digital für an.

Personen, die arbeitslos sind, bzw. es absehbar werden, können über die Agentur für Arbeit oder das Job Center einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein - AVGS - beantragen und das Coaching damit zu 100% finanziert bekommen. 

Es basiert auf einem ausgesprochen erfolgreichen und überzeugenden Konzept, das laufend weiterentwickelt und aktualisiert wird.  Das zertifizierte "Karrierecoaching für Akademiker und Akademikerinnen sowie für Fach und Führungskräfte",  setzt systemische und biographische Methoden ein, um durch die Reflexion aller Kompetenzen, Interessen und Werte die Weichen für die Zukunft zu stellen. Es bietet eine hervorragende Chance, den jeweils passenden beruflichen Zukunftsweg, abgestimmt auf die individuellen Kenntnisse, Fähigkeiten und Ressourcen, auszuarbeiten. und den passenden Arbeitsplatz zu finden.

Vielleicht mögen Sie schon einen ersten Eindruck von meiner Arbeitsweise und -haltung gewinnen? 
Tipps vom Karriere-Coach: Selbstzweifel überwinden // Renée Seehof               

oder lesen Sie meinen Beitrag zur Biografiearbeit und lernen Sie mich kennen.

Wenn Sie mehr über das INQUA Coaching erfahren möchten, können Sie gerne mich oder die netten Kolleg:innen in Berlin ansprechen, sowie sich direkt im Internet selbst informieren.

https://www.inqua-institut.de/karriere-coaching/akademiker/

Beratung und Hilfe für Menschen, die Sexismus oder sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz erfahren mussten

SEXISMUS ODER SEXUELLE GEWALT AM ARBEITSPLATZ RICHTET SICH MEIST GEGEN FRAUEN

Sie fragen sich, warum gerade ich? Dabei sind Sie - nach einer EU weiten Studie aus dem Jahr 2014 - eine von 30 %, also beinahe einem Drittel aller Frauen, die am Arbeitsplatz sexuell belästigt werden. Die Psychologin und Kriminologin Sandra Schwark aus Bielefeld wird in einem Artiekl der Süddeutschen Zeitung vom 18. Dezember 2021 so zitiert: "Ich kenne keine einzige Frau, die noch keine sexuelle Belästigung erlebt hat". Es ist nicht Ihre Schuld und wie alle Grenzüberschreitungen wäre die beste Reaktion eine offensive Gegenwehr. Aber hier, wie auch in anderen Situationen der Beschämung, sind es meist die Beschämten, die sich zurückziehen, das heißt im beruflichen Kontext häufig kündigen und damit eine möglicherweise existenzgefährdende Entscheidung treffen. 

Ich möchte und kann Sie beraten und unterstützen, wie Sie zu Ihrem Recht kommen, wie Sie Ihre Verletzungen verarbeiten und wie Sie sich erfolgreich wehren können. 

LEBENSPASSAGEN BEWÄLTIGEN

Übergänge und Veränderungen gehören zum Leben. Doch große Einschnitte, z.B. nach Trennungen von Partner:innen, Wiedereinstieg nach der Familienphase ins Berufsleben, nach Krankheit, der Einsstieg in die sogenanante dritte lebensphase am Ende unseres Berufslebens können Menschen aus dem Gleichgewicht und zum Schlingern bringen. In der Bedrängnis kann Biografiearbeit eine wichtige stärekende und stützende Rolle spielen. Sie kann Ressourcen und Potentieale aufdecken, die helfen können Verluste zu verarbeiten und . Sie kann unterstützen in dem sie neue Energie liefert und dazu beittragen kann, wieder eine positie Idee von der Zukunft zu bekommen. Die Passage zu neuen Ufern von einer Krise in einen gang- und bewältigbaren , einen bereichernden Weg zu verwandeln, kann mit Biografiearbeit gelingen. Sie kann bewirken, dass aus einer Hängebrücke, einem dünnen Drahtsei, ein festes und stabiles Viadukt wird. An diesem Fortbildungstag können die Teilnehmenden handlungs- und erfahrungsbasiert eine Idee davon bekommen, wie sie Biografierabeit ressourcen- und lösungsorientiert  näher kommen oder in ihrer Arbeit einsetzen können.

Biographie / Lebensgeshcichten

Sie möchten für sich selbst ihre Lebensgeschichte festhalten oder Revue passieren lassen. Oder sie würden gerne ihren Kindern, Enkel*innen oder Urenkel*innen ihre Sicht auf ihr Leben hinterlassen, ihnen berichten, wie sie die Zeit und idie Welt, in der sie gelebt haben, selbst wahrgenommen haben. Sie möchten ihnen Lieben etwas von sich hinterlassen, wenn ihre Nachkommen erwachsen sind und sich fragen, woher sie kommen, welches ihre Wurzeln sind, 

Gerne stehe ich dabei an ihrer Seite. Meine Expertise als Biografin stelle ich ihnen dabei ganz nach ihren Wünschen zur Verfügung. 

Ihre Investition

Zeit für IHRE Themen

Vereinbaren Sie gerne einen Termin für ein kostenloses Vorgespräch

Coaching/Beratung

Privatpersonen: 140,- Euro/50 Minuten

Für Unternehmen: 200,- Euro/50 Minuten

Für Personen ohne Einkommen kann eine individuelle Vereinbarung getroffen werden.

Biografiearbeit

Ihre Lebensgeschihte 80,- Euro/50 Minuten plus eventuell Arbeitskosten für Dokumentation

 

Gerne komme ich auch gegen Erstattung der Fahrkosten und eventuell des Zeitaufwands  im Frankfurter oder Berliner Raum zu Ihnen.

Foto: Ulrike Rodenbüsch

Renée Eve Seehof

"Manchmal muss man aus der Rolle fallen, um aus der Falle zu rollen." Virginia Satir

Mein Selbstvertändnis basiert auf meinem grossen Interesse an Menschen, ihren Bewegggründen und ihrer Geschichte.

Und es resultiert aus meiner Leidenschaft, dazu beitragen zu können, dass Menschen in ihrem Selbstvertrauen gestärkt und ermutigt werden, ihre Ressourcen zu kennen und den individuell für sie passenden Weg zu finden und zu gehen.

Zudem begeistert es mich, Menschen zu befähigen, Unternehmen, Prozesse und Arbeitswelten menschlich und erfolgreich zu gestalten.

Mein biografischer und systemischer Hintergrund verknüpft sich, geprägt durch meine eigene Lebensgeschichte, mit Gendersensibilität. 

Wertschätzung und Augenhöhe sind für mich maßgeblichKonkret  bedeutet das, Menschen in allen Lebensbereichen mit ihrer ganzen Persönlichkeit, ihrem Können,  ihrer (Familien-) Geschichte, ihren Rollen, ihren Prägungen, ihrem Erleben und Interpretieren der (Zeit-)Geschichte sowie ihrem Wollen und ihren Einstellungen wahr- und ernst zu nehmen. 

 

Meine Expertise und Erfahrungen erwächst aus

  • über 20 Jahren Coaching für Führungskräfte
  • 10 Jahren Coaching für INQUA Berlin und für "Standpunkte...
  • der jahrzehntelangen Beschäftigung mit den Themen  "Frauen und Führung", "Führung und Kommunikation", "Übergang in die dritte Lebensphase",

  • mehr als dreißig Jahren in exponierten Führungspositionen auf unterschiedlichen Feldern der Sozialwirtschaft

  • aus 13 Jahren als Geschäftsführerin eines mittelständischen Unternehmens mit 250 Mitarbeitenden und über 700 jungen Klient:innen

  • meiner Ferderführung und Verantwortung für mehrere erfolgreiche strategische Innovations- und Veränderungsprojekte

  • meinem Hintergrund als Frau in männerdominierten Arbeitsbereichen mit langjähriger Erfahrung in strategischer Unternehmens- und Personalführung

  • der professionellen Beratung von Ratsuchenden bei Karriere-, Ausbildungs- und Berufsentscheidungen

  • der Trainings- und Erwachsenenbildungspraxis

  • meiner Leidenschaft für systemische Beratung und Biografiearbeit 

und verbindet sich mit

  • Gender- und Diversitysensibilität

  • meinem  biografischen und systemischen Arbeitsansatz

  • meinen umfangreichen Kenntnissen des Arbeitsmarktes und des Berufsbildungssystems

Meine "Spezialitäten" 

  • Führung und Kommunikation
  • Frauen und Führung
  • Frauen und Karriere
  • Berufliche Orientierung und Entscheidungen 
  • Gestaltung von Übergängen im Lebensverlauf
  • Beratung von Betroffenen von Mobbing und/oder sexulaisierter Gewalt am Arbeitsplatz
  • Berufliche Rehabilitation

Meine Aus- und Weiterbildungen

  • Systemisches Coaching/ Beratung
  • Biografiearbeit
  • Projektmanagement
  • AC-Gestalterin
  • Erwachsenenbildung
  • Abgeschlossenes Universitätsstudium der Betriebswirtschaft, Germanistik und Pädagogik (Lehramt Sek.II)

Meine Arbeitsweise

Meine Arbeitsweise richtet sich flexibel nach Ihrem Bedarf und ist personen-, praxis- und handlungsorientiet. Übergeordnet zur Fachlichkeit ist mein Ansatz systemisch, mit biografischer Brille und gendersensibel.In den Biografieprojekten, die ich für meine Klient*innen übernehme richte ich mich nach den jeweiligen Wünschen. So können Bücher, Scrapbooks oder Memorybooks, CD's, vielleicht auch Collagen  oder noch ganz andere Formate entstehen. 

Foto: Ulrike Rodenbüsch

STIMMEN MEINER KLIENT:INNEN

"Das Coaching mit Frau Seehof hat mir immer Perspektiven aufgezeigt, die mich inspiriert und längerfristig zu sehr guten beruflichen und persönlichen Entscheidungen geführt haben. Ihre klare Sicht auf die Dinge, ihren reichen Erfahrungsschatz verbunden mit echtem Interesse schätze ich sehr und es war genau das, was ich gebraucht habe, um meinen Weg zu finden.“ 
Benita S.

 

"In der Frage mich beruflich neu zu orientieren hatte ich das große Glück intensiv mit Frau Seehof arbeiten zu dürfen. Durch gezielte Gesprächsführung hat sie mir geholfen aus einer Sackgasse herauszufinden und neue Perspektiven zu sehen. Viel habe ich über mich selber nicht nur lernen können sondern auch entdecken können. Ich bin Frau Seehof sehr dankbar, das Berufscoaching hat mir auf verschiedenen Ebenen Mut und Zuversicht gegeben, wieder zu denken und nachzudenken. Die Gesprächen waren sehr angenehm und professionell. Ich schätze das Erfahrungsfundus von Frau Seehof sehr, denn ich fühlte mich verstanden. Herzlichen Dank, Frau Seehof!"
Theresa B.

 

"Die Zusammenarbeit mit Frau Seehof hat mir sehr geholfen, mich in meiner Persönlichkeit klar zu verorten. Meine Stärken und Vorlieben konnte ich so sehr viel klarer sehen. Ihr Ansatz war dabei sehr pragmatisch und nachvollziehbar - ohne psychologischen Firlefanz, diesen mag ich so gar nicht. Dabei war Frau Seehof in Ihrer sehr wertschätzenden, integren Art und Weise ein angenehmer Gesprächspartner, dessen Rat und Hilfe ich sehr gerne angenommen habe. Letztendlich konnten wir gemeinsam positiv überzeugt die nächste Schritte erarbeiten, die sich rückblickend als absolut richtig erwiesen haben. Ich erinnere mich insofern sehr positiv an die Coachings mit Frau Seehof und bin Ihr sehr dankbar für diese."
Thomas H.

 

Nach fast zwei Jahrzehnten Anstellung in einem Betrieb stand ein Arbeitgeberwechsel an. Dabei hatte ich Glück im Unglück: Etwas aus der Bewerberübung gekommen, suchte ich mir einen Coach und traf auf das INQUA-Institut und Frau Seehof. Für das INQUA-Institut sprach, dass es sich u.a. an Akademiker wendet. Das Coaching nach der INQUA-Methode zielt nicht nur auf den perfekten Lebenslauf und die optimale Vorbereitung für das Bewerbergespräch, sondern verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Was ist mir wichtig in meinem Beruf und in meinem Leben? Was möchte ich erreichen, was habe ich vielleicht schon erreicht? Was sind meine Stärken und Schwächen angesichts meiner beruflichen, aber auch meiner familiären Historie? U.a.m. Frau Seehof ist eine überdurchschnittlich engagierte Beraterin. Nicht selten ist sie mir abseits normaler Öffnungszeiten als Ratgeberin zur Seite gestanden. Man merkt, dass ihr etwas am Menschen liegt. Dabei weiß Frau Seehof, wovon sie spricht.  Auch heute noch, da ich mich nach meinem Arbeitgeberwechsel in meiner bereits zweiten Anstellung befinde, möchte ich Frau Seehof als gelegentliche Sparrings-Partnerin bei Fragen der beruflichen Orientierung in keinem Fall missen.
Khaled F.

 

"Das Bewerbungscoaching bei Frau Seehof war wie eine Psychotherapie und ich fühlte mich wunderbar bei ihr aufgehoben. Sie hat mir meine Stärken bewusst gemacht und das Selbstvertrauen gestärkt, was besonders in Phasen beruflicher Neuorientierung (und für Frauen ab 50 sowieso) enorm wichtig ist!"
Kerstin K.

 

Frau Seehof versteht es Impulse aufzugreifen und sie gemeinsam mit der Klientin auszuarbeiten. Ich habe immer viele praxisnahe Anregungen mitgenommen aus vielen Coachinganlässen."
Anette K.

 

„Ich kann dem INQUA Institut nur positives Feedback geben. Von Anfang bis Ende war alles perfekt. Ein großes Dankeschön geht an meine Coachin Renée Eve Seehof aus Bad Vilbel. Für mich war es eine Ehre mit ihr zu arbeiten. Sie hat mir nicht nur wertvolle Informationen gegeben, sondern auch mein Selbstvertrauen gestärkt und das werde ich nie vergessen.“  
Catalina P.

 

"Das Coaching mit Frau Seehof war für mich eine bereichernde Erfahrung. Ich habe viele neue Anregungen sammeln können und vieles Neues über mich gelernt. Ich habe mich bei Frau Seehof stets wohlgefühlt."
Martina M.

 

Nach 2 Jahren Arbeitslosigkeit eine Führungsposition in einem internationalen Unternehmen. Ich hatte nicht einmal mit solch fantastischen Ergebnissen des Coachings gerechnet. Das Coaching mit Frau Seehof war ganz anders als das, was ich vorher hatte. Von der ersten Stunde an habe ich eine große Portion Selbstvertrauen und Mut bekommen. Und nur nach einigen Coachingstunden habe ich meinen Traumjob bekommen. Das hätte ich mir nicht einmal vorstellen können! Frau Seehof begleitete mich von der Lebenslauferstellung bis zum Vorstellungsgespräch, von der Planung der ersten 90 Tage bis zum Coaching in der bereits neuen Rolle.  Ich bin ihr sehr dankbar und freue mich, das Coaching mit Frau Seehof als Unterstützung in meiner neuen Führungsrolle fortzusetzen.
Nelly P.

 

...vielen lieben Dank für die kompetente und hilfreiche Begleitung in den letzten Wochen! Unsere Treffen waren eine große Hilfestellung in Bezug auf meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!
Nina H.

 

Stand ich am Anfang dem INQUA Coaching skeptisch gegenüber, so wurde ich eines sehr viel Besseren belehrt. Durch die sehr professionelle und empathische Coachingarbeit wurde mir wirklich geholfen. Die 8-wöchige Coaching-Phase ist eine sehr gute Investition in die Zeit, um sich erfolgreich neu und gestärkt im Berufsleben zu positionieren. Sowohl bei der Erarbeitung meiner Kompetenzen und Stärken, bei meiner persönlichen Wahrnehmung und bei der Vorbereitung wieder als Führungsperson zu agieren ist dieses Coaching sehr zu empfehlen. Die mit mir erarbeiteten Dokumente helfen zudem im Nachgang mich immer mal wieder zu justieren.
Daniel S.

Foto: Ulrike Rodenbüsch

Fundstücke und Gedankensplitter

Eine exklusive Liebe

von Johanna Adorjàn ist der erste Literaturbeitrag, den ich Euch/Ihnen in unserem Blog vorstellen möchte. Ein Buch, das nach seinem Erscheinen 2009 allgemein und international gelobt wurde. Allerdings stand im Vordergrund der Würdigungen wie es Booklist formuliert " die ergreifende Geschichte einer unerschütterlichen Liebe". Ich neige eher zur Beschreibung des „Australien“: "Eines der mitreißendsten Erinnerungsbücher der letzten Jahre". Johanna Adorjan urteilt „The Australien“ ist es gelungen "zweifellos das Werk einer geborenen Schriftstellerin, ebenso elegant wie kraftvoll" zu schreiben. Es scheint ihr bei ihrem Debüt gleichermaßen darum gegangen zu sein, die gemeinsame Selbsttötung der Großeltern, wie die eigene Identität im wahrsten Sinn zu begreifen. Und so ist sie glücklich dass sie bei ihren Recherchen über die Großeltern entdeckt, dass sie mit ihrem grundlegenden Gefühl,  nicht dazu zu gehören, nicht zu passen -„als wären alle rund und ich eckig oder andersherum. Niemand liebt mich, man kann mich nicht lieben"(S.54) - keineswegs allein zu sein scheint, sondern es mit ihrer Großmutter teilt. Nicht ihr Unvermögen, nicht ein persönlicher Mangel, deren Herkunft sich nicht erklären lässt, sondern die offenbar über Generationen wirkenden Folgen des Holocaust, erklären eines ihrer maßgeblichen und existentieller Lebensgefühle auf dieser Welt. Nicht nur das Leben der direkt Betroffenen selbst ist lebenslänglich von dem schier unsagbaren Schrecklichen geprägt. Das Trauma ist ein Familienthema und wird noch dadurch verstärkt, dass es in Adorjàns Familie, wie in so vielen,  weitgehend ein Tabu geblieben ist.

Ein beeindruckendes Zeugnis der sehr persönlichen - sehr privaten - Beschäftigung mit der Wirkung von Familiengeschichte über Generationen. Mit ihrem besonders sensible geschriebenen Buch ist es Adorján gelungen zu zeigen, dass die Spuren der Angehörigen zurück zu verfolgen nicht nur helfen kann, die Menschen die mit mir und vor mir waren, besser kennen und verstehen zu lernen, sondern  mir selbst näher zu kommen. 

Das Buch kann ich allen empfehlen, die nach einem guten Buch suchen, das ihnen eine literarische Impression davon ermöglicht, wie Zeit-und Familiengeschichte, familiäre Ereignisse und -dynamiken das Leben und Erleben der Familienmitglieder nachfolgender Generationen über Jahrzehnte und Jahrhunderte beeinflussen kann.

Johanna Adorján „Eine exklusive Liebe“, Luchterhand 2009 ISBN 978 3 442 73884 7 WG 2110

„Nujeen – Flucht in die Freiheit..."

Meine zweite Lektüre im norwegischen Indiansummer galt einem Bericht über die Flucht einer jungen Frau mit Behinderung – Nujeen - von Aleppo bis ins Ruhrgebiet. Mit der Veröffentlichung ihrer Fluchtgeschichte hat sie große öffentliche Aufmerksamkeit erreicht.

Es bringt mich in Folge meiner Beschäftigung mit Glasers „Die Tänzerin von Ausschwitz“ dem Gedanken nahe, dass es möglicherweise unter viel weniger gefährlichen und riskanten Bedingungen die Gelegenheit gibt, sich zu prüfen. Wie mutig, wie solidarisch, wie menschlich bin ich, wieviel bedeutet mir Zivilcourage, wieviel bin ich bereit dafür einzusetzen.

Nujeen fühlte sich von „Mama Merkel“ – es ist noch keine zwei Jahre her, die Anrede, wirkt von heute aus gesehen erst recht makaber -  eingeladen, sich aus dem Kriegsgebiet Syrien nach Deutschland zu retten. Ihre eigene beeindruckende Fuchtlosigkeit, ihre Zuversicht und Zielstrebigkeit allein hätte niemals ausgereicht, Deutschland lebend zu erreichen. Es waren die vielen Menschen mit ihrer humanitären Grundhaltung, die sie auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben. Ihnen hat sie es zu verdanken, dass sie diese dramatische, gefährliche Reise tatsächlich ans Ziel geführt hat - vorerst. Jedoch gab und gibt es auf ihrem Weg und an ihrem Ziel auch die vielen anderen, wie z.B. die missgünstigen Nachbarn in Nujeens endlich erstem richtigen Zuhause in Deutschland. Was bleibt ist die Frage, warum die einen so und die anderen ganz anders handeln. Woher nehmen die Mutigen, Couragierten, Anteilnehmenden, Risikobereiten, die für diese Werte auch bereit sind gegen den Strom zu schwimmen, den Impuls? Was ist in ihrem Leben, in ihrer Familie in ihrem Umfeld anders gelaufen, als bei denen die ohne Anteilnahme sind, sich nur um ‚ihr Ding‘ kümmern, die die „Anderen“ ausgrenzen oder gar demütigen?  Und die scheinen aktuell immer mehr zu werden – auf jeden Fall bestimmten sie wesentlich die Atmosphäre. Oder ermöglicht die Atmosphäre, dass sie immer bestimmender werden? Und sind die anderen vielleicht nicht laut und hörbar genug?

Eine Auseinandersetzung mit den aktuellen politischen Entwicklungen könnte seriöser, weniger populistisch und menschlicher geführt werden, wenn dieses Buch Pflichtlektüre in Europa würde.

Vor allem jungen Menschen möchte ich Nujeens Bericht empfehlen. Es macht Mut und zeigt was Menschen leisten können – nicht nur Nujeen, sondern vor allen Dingen auch ihre Schwester und die vielen anderen Unterstüzter_innen.

Nujeen Mustafa, Christina Lamb

„Nujeen – Flucht in die Freiheit. Im Rollstuhl von Aleppo nach Deutschland" Verlag Harpercollins 2016

 

Die Tänzerin von Auschwitz

12 Tage in Norwegen unterwegs mit Hurtigruten - ein Rahmen für Ruhe, Konzentration auf Wesentliches und Zeit zu lesen. Meine Reiselektüre habe ich unter meinen aktuellen Schwerpunkten ‚Biografie und Familiengeschichte‘ ausgewählt: „Die Tänzerin von Ausschwitz“ von Pauxal Glaser. Dabei habe ich die makabre Verbindung zur Rolle des deutschen Faschismus mit seiner Politik der verbrannten Erde hier in Norwegen, nicht bedacht. Viele Städte und Dörfer haben wir gesehen, in denen die deutsche Wehrmacht bei ihrem Abzug 1944 zerstörte, unbewohnbare Siedlungen zurückgelassen hat. Häufig war nicht eines der Häuser schon vor 1946 erbaut. „ Ich brauchte die Vergangenheit um an meiner Zukunft bauen zu können. An einer Zukunft mit Erinnerungen.“ reflektiert Roosje, die Tänzerin, 1945 in „Die Tänzerin von Ausschwitz“ nachdem sie Unglaubliches und Grauenhaftes in den Jahren ihrer Verfolgung und Inhaftierung bis zur Wiedererlangung ihrer Freiheit 1945 erleiden, ertragen und erleben musste. Dieser Gedanke beschäftigte mich auf dieser Reise als deutsche Touristin bei Jahrhundertsonnenschein entlang der prächtigen Landschaftskulisse, pittoresker Siedlungen, teilweise noch erkennbar gebrandmarkt von den dunkelsten Seiten der jüngeren deutschen Geschichte. Tief beeindruckt hat mich der Stolz, die Entschlossenheit und Klarheit die Glaser an seiner Tante Roosje beschreibt. Auch in den am ausweglosest erscheinenden Situationen scheint sie ihren Weg zu wählen, eine Entscheidung zu treffen, auch wenn der Begriff Wahl unangemessen anmutet vor dem Hintergrund ihrer Lage als Jüdin im Niederlande der 40iger Jahre. Zumal Glaser vom besetzen Holland und der Mehrzahl der Menschen ein sehr schwarzes Bild zeichnet. In Roosjes Umfeld war – auch holländischer - Antisemitismus bestimmend. Zivilcourage und Solidarität hat sie nur als seltene Ausnahme erfahren. Unter Bezugnahme auf die sog. “Judenfrage“ wurde Roosje nicht nur als Mensch und Frau sondern auch in ihrer Rolle als Unternehmerin – Tanzlehrerin in ihrer eigenen Tanzschule – verfolgt, denunziert, sie und ihre Familie damit ihrer Existenzgrundlage beraubt und schließlich ins Konzentrationslager Ausschwitz deportiert. Die Eltern starben bereits auf dem Weg dorthin, was Roosje zwar vermutet, aber dann erst nach 1945 erfahren hat. Die Verantwortlichen und Beteiligten waren Menschen aus ihrem nächsten und engsten Umfeld. Glaser ist mit der Biografie seiner Tante - zu der ihm auch Originalaufzeichnungen von ihr selbst vorlagen - ein berührendes Buch über eine besondere, beeindruckende und starke Frau gelungen. Zugleich lässt er uns auch Teil haben an seiner Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und Familiengeschichte. „Die Tänzerin von Auschwitz“ ist zudem ein Zeitdokument. Es eröffnet einen tieferen Blick auf weitgehend unbekannte Seiten des holländischen Lebens während der deutschen Besetzung, die im Widerspruch zu dem allgemein kommunizierten Bild stehen. Das Buch erinnert an das grausame und unfassbare Leben und Überleben in den Konzentrationslagern, an die Menschenversuche, an die Massenvernichtung von Kindern, Männern und Frauen durch die Nationalsozialisten. Und es gibt einen Einblick, in die Demütigungen denen die Verfolgten nach Ende des Faschismus ausgesetzt waren, wenn sie Entschädigung und Rehabilitation verlangten. Als Leserin nehme ich Anteil am Erleben und Erleiden Roosjes und der vielen, für die ihre Geschichte stellvertretend steht. Dabei frage ich mich die ganze Zeit wie sie es geschafft hat, nicht einfach nur zu überleben sondern ihre Menschlichkeit zu retten. Nie habe ich sie bei meiner Lektüre nur ausgeliefert und als Opfer gesehen. Sie schien immer einen Rest Handlungsvollmacht über ihre Situation zu behalten. Bei dieser mich tief berührenden Lebensgeschichte, aufgenommen entlang der sich berauschend schön präsentierenden norwegischen Küsten- und Fjordlandschaft, beschäftigen mich immer wieder die Schlüsselfragen: Wie schafft es ein Mensch, sich seine Persönlichkeit, seine Würde und Integrität unter so unbeschreiblich unmenschlichen Bedingungen nicht nehmen zu lassen? Woher nahm diese Frau ihren Mut, woher die Energie, die immer wieder rettenden Einfälle und offenbar einen unzerstörbaren Glauben an eine Zukunft? Und bei allem die Frage, wie würde ich selbst denken und handeln? Es bleibt eine Frage. Zu wagen eine Antwort darauf geben zu können, hielte ich für vermessen.

Paul Glaser „Die Tänzerin von Ausschwitz“ Aufbauverlag 2015

„Es bewegt sich alles. Stillstand gibt es nicht….“ Jean Tinguely 1959

Ein Tag aus Loriots Graukollektion (Ödipussi), „steingrau, mausgrau, aschgrau …“ und bestenfalls in den wenigen lichten Momenten hellgrau. Wie meine Freundin sagt – Museumstag! Unser Ziel ist ein Ort, der sich so ganz und gar im Gegensatz zum Wetter präsentiert. Wir erweisen Jean Tinguely (* Mai 1925,+ August 1991) in „seinem“ Basler Haus die Ehre und er sie uns. Ganz schnell gelingt es ihm mit seinen spektakulären Maschinenskulptueren, uns aus dem ‚Grau in Grau‘ in ein farbiges, frisches, geradezu aufwühlendes Bunt zu holen. Das speziell zur Präsentation seines Werkes erbaute lichte, klare und transparente Gebäude vertreibt alles Eintönige und den Novembertrübsinn. Aber es macht nicht einfach nur fröhlich, es regt alle Sinne an, inspiriert zum Entdecken, zum Nachdenken, zum ausgiebigen Schauen und zur Auseinandersetzung. Dass Tinguelys Maschinen über einen Buzzer in Bewegung gebracht werden können, macht den Besuch noch mehr zu einem lebendigen Erlebnis. Tinguely gelingt was er beabsichtigt. In einem Interview, angesprochen auf seinen Faible für den Autorennsport und auf seinem engen Freund, den berühmten Rennfahrer Jo Siffert, erklärt er: „Absurdes ist in beidem zu finden, im Autorennen und in meiner Arbeit. Ich bin fasziniert vom Absurden, vom Sinnlosen, der Wiederholung, dem immer am gleichen Ort drehen ohne etwas zu produzieren“ (aus dem Dokumentarfilm „Jo Siffert & Jean Tinguely“ von Ernst J. Schweizer am 26.04.2010 veröffentlicht). Wir werden unweigerlich verleitet, über den Witz und die Provokation in seinen Installationen zu schmunzeln. Wir sind beeindruckt von seinem technischen Vermögen, seiner Phantasie und seinem Mut. Die Monumentalität vieler seiner bewegten und bewegenden Skulpturen wirkt beinahe überwältigend und häufig zugleich ironisch skurril. Mit seinen Zeichenmaschinen „Meta Matic“ lädt der Künstler die Menschen, die sich für seine Kunst interessieren ein, selbst Kunst zu machen. Er hebt die Distanz zwischen sich und seinem Publikum auf. Meine Freundin ist ganz aufgeregt, all das in ihren Bildern festzuhalten, wie zum Beispiel den Zwerg auf dem Kopf. Er ist nur ein kleines Teil einer riesigen und vielschichtigen, der größten im Museum stehenden, begehbaren Skulptur „Utopia“. Gebuzzert setzen sich bei ihr alle erwarteten und unerwarteten Details in Aktion, so auch unseren Zwerg, der jetzt gemächlich mit seiner Kappe das Wasser rührt. Dieses Kunstwerk genauso, wie alle anderen, ist keineswegs in erster Linie ein Wunderwerk der Mechanik. Es scheint eine Kulmination von Gedanken, Ideen und Phantasien, vielleicht zum Thema „Kitsch in bürgerlichen Lebenswelten“ zu beinhalten und löst ein Feuerwerk der Assoziationen bei den Betrachter*innen aus. Wie kommt ein Dekorateur dazu, einen solchen Weg einzuschlagen, ein international so berühmter Künstler zu werden. Er selbst erzählte gerne die Geschichte, in der „der junge Jeannot …in den Wäldern rund um Basel Wasserstauanlagen mit unverkennbarem Charakter“ erbaut hat (Dominik Müller „Jean Tinguely Motor der Kunst“ Merian Verlag 2015 S. 15). Und schon zu jener Zeit, „sind es nicht einfach nur Dämme, die dem kindlichen Spieltrieb gehorchen … sondern ausgeklügelte Konstruktionen, die getrieben durch die Kraft des Wassers, Bewegungsabläufe generieren und durch sich gegenseitig berührende Gegenstände auch unterschiedliche Tonfolgen hervorrufen….“ (ebenda). Offenbar war Tinguely von klein auf, seiner Zeit voraus. Ein Visionär. Er hatte den Mut, die Lust, die Ideen und das Können den geltenden künstlerischen Zeitgeschmack grundlegend in Frage zu stellen und ihm zugleich etwas Aufregendes entgegenzusetzen, in dem er den Mainstream ignorierte und etwas eigenes, ganz Neues entstehen lies. Das machte ihn im Basel der zweiten Hälfte der 40iger Jahre, als Konsum wieder begann eine Rolle zu spielen, zu einem der gefragtesten Schaufenstergestalter. Aber ihn befriedigte diese Rolle nicht. Er war fest entschlossen, ein populärer, international gefragter Künstler zu werden. Mit seiner Freude an der Provokation, seiner Leidenschaft für „die Welt der Maschinen“ (Dokumentarfilm „Jo Siffert & Jean Tinguely“ von Ernst J. Schweizer am 26.04.2010 veröffentlicht), seinem technischen Verstand, seinem Spürsinn für künstlerisch Verwertbares, mit dem er Schrottplätze auf für seine Kunst nützliche Materialien durchstöberte, seiner Arbeitsweise der Kollaboration, also der Gemeinschaftsarbeiten mit herausragenden Künstler*innen wie Yves Klein, Eva Äppli (seiner ersten Frau), Marcel Duchamp, Nicki de Saint Phalle (seiner zweiten Frau) um nur einige zu nennen, wurde er in kurzer Zeit zu einem weltweit Aufsehen und Aufmerksamkeit erregenden Künstler. Die Betrachtung vieler seiner Kunstwerke löst unweigerlich Schmunzeln aus. Und dennoch offenbart sich bei etwas intensiverer Beschäftigung auch schnell der vom Künstler verfolgte Hintersinn, der ihn treibt. Tinguely folgt einem Konzept: „Das gestalterische Recycling zielt jedoch nicht auf Unsinn ab, sondern lässt sich als kreativer Umgang mit dem Industriematerial und als zeitgemäßer künstlerischer Ausdruck des Maschinenzeitalters verstehen, bringt aber laut Tinguely auch Kritik an der Gleichförmigkeit industrieller Vorgänge und der Produktion von unnützen Dingen an“. (Rudolf Suter „Neue Zürcher Zeitung 16. Februar 2013“) Mit seinem Kunstverständnis zählte er zu einem der herausragenden Vertreter der kinetischen Kunst und des Nouveau Réalisme. Tinguelys Vater, mit dem ihn als Kind eine enge Beziehung verbindet, ist Sozialist. Zugleich war er dem katholischen Glauben und Kirche sehr verbunden. Als Jean 14 Jahre alt war, hat er gemeinsam mit dem Vater seinen Austritt aus der katholischen Kirche erklärt, nachdem der Papst die faschistische Armee Mussolinis für ihren Angriff auf Albanien gesegnet hatte. Dominik Müller …S.24). In der Pubertät wurde er weiter immer unangepasster und verlor schließlich seine Lehrstelle bei einem renommierten Schweizer Kaufhaus. Sein Widerspruchsgeist hat ihm nicht immer einen roten Teppich ausgerollt, aber ihn vermutlich vor einem für ihn langweiligen Leben als Schaufenstergestalter bewahrt. Und wo sein erster Arbeitgeber seine Skepsis äußerte, aus Tinguely „einen tüchtigen Berufsmann“ machen zu können, erkennt der freischaffende Basler Dekorateur, Künstler und Sammler Hoos Hutter sein Talent und sieht ihn „für die Erlernung des erwähnten Berufs sehr geeignet“ und bietet Tinguely die Möglichkeit seine Ausbildung erfolgreich zu beenden( zitiert nach Dominik Müller S. 18). Die Begegnung mir stärkenden und einflussreicher Wegbegleiter*innen hat für seine rasante Entwicklung als Künstlerpersönlichkeit eine entscheidende Rolle gespielt, wie auch die zu dem Sammler und Künstler Daniel Spörri.. Heute kennen ihn, obwohl seine häufig riesigen und auf öffentlichen Plätzen exponiert positionierten Kunstwerke unübersehbar sind, auch viele Kunstkenner nicht. Ganz im Gegensatz zu Nikki de Saint Phalle, die vor allem über ihre Nanas weit über kunstinteressierte Kreise hinaus, allgemeine öffentliche Bekanntheit genießt. Vielleicht gelingt es uns mit unserem kleinen Bericht und den Fotos, Neugierde zu wecken und neue Fans für Tinguely zu gewinnen. Kaum vorstellbar, dass diese Neuentdeckung nicht als ästhetische und geistige Bereicherung erlebt wird und auch noch viel Freude macht. Tinguely Museum Basel https://www.tinguely.ch/de.html Text: Renée Seehof Bilder: Ulrike Rodenbüsch

#metoo

Grenzüberschreitungen scheuen das Licht. Mit der #metoo Kampagne wird sexualisierte Gewalt sichtbar und enttabuisiert

#metoo ist zum anhaltenden Thema in den Medien und in fast allen gesellschaftlichen Gesprächsrunden geworden. Auch an unserem Esstisch und im Austausch mit Kund_innen und Freund_innen spielt das Thema häufig eine Rolle.  Selbst die unbegrenzten Berichte und Diskussionen rund um die Nonregierungskrise in der Bundesrepublik hat es nicht geschafft, #metoo ernsthaft zu verdrängen. Also haben wir uns überlegt, dass wir es spannend fänden, sie auch in unserem Blog auf unserer Webside zu führen. Im Dschungel der Argumente und Positionen würden wir gerne mit allen an dieser Debatte Interessierten Argumente und Fakten identifizieren und austauschen, die erhellen, bereichern und die Beteiligten ein Stück weiter bringen sollen.

Vermutlich ist #metoo so ausdauernd weil es eben einfach nur der Anfang einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung ist, die mit den aktuellen Diskussionen nicht beendet sein wird. Die Ereignisse, die der Kampagne zugrunde liegen resultieren – so könnte eine These sein - aus der universal nach wie vor bestehenden Geschlechterungleichheit und  –ungerechtigkeit. Eine Aussage, die vermutlich schwer widerlegbar sein dürfte, es sei denn in diesem kausalen Zusammenhang. Doch reicht das wohl nicht als Antwort auf die vielen Fragen und Thesen die aktuell durch alle sozialen und  konventionellen Medien geistern, wie z.B.:

  • Warum outen sich so viele Frauen jetzt erst oder gerade jetzt?

  • Sind Grenzverletzungen im Arbeitsleben wie sie in der #metoo Debatte veröffentlich werden, auf bestimmte Sparten und Branchen des gesellschaftlichen und Arbeitslebens beschränkt?

  • Warum verhalten sich die Täter, wie sie sich verhalten?

  • Warum schämen sich die Opfer?

  • Ist die Debatte nicht ein alter Hut und wird jetzt nur durch die Stimmen der Klägerinnen, die im öffentlichen Fokus stehen, so brisant?

  • Handelt es sich um sexuelle Übergriffe, um sexualisierte Gewalt oder einfach um Machtmissbrauch?

  • Sind Männer nicht auch Opfer? Gibt es nicht auch Frauen als Täter?

  • Handelt es sich um – eine Vielzahl – Einzeltaten oder hat das Ganze System?

und und und - die Reihe ließe sich noch reichlich fortsetzen. Aber sind es auch Deine/Ihre Fragen?

Und was ist mit Deinen/Ihren Antworten, Annahmen und Thesen …?

 

 

 

FRAUEN UND KARRIERE – EINE EINLADUNG